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#12 Erlaube dir, alle Gefühle zu fühlen.

Freude, Überraschung, Angst, Trauer, Wut, Ekel, Verachtung. Das sind die sieben Grundgefühle, die auch Basisemotionen genannt werden. Es sind angeborene, elementare Emotionen, aus deren Mischung sich andere Gefühle wie Neid, Eifersucht, Scham, Schuld oder Geltungsdrang zusammensetzen.

Das heißt, du und ich, und auch alle anderen, sind von Geburt an mit der gesamten Bandbreite an Emotionen ausgestattet.

Ob wir unsere Gefühle jedoch annehmen, uns erlauben sie zu fühlen und ihnen den nötigen Raum und die Aufmerksamkeit schenken, derer sie bedürfen, ist von unserer Bewertung jener Gefühle abhängig.

Was ist ein Gefühl?

Ein Gefühl ist neutral. Es ist weder gut noch schlecht. Wenn wir fühlen reagieren wir auf einen Sinnesreiz. Das Gefühl vermittelt ein Bild unserer äußeren und inneren Welt. Unsere Gefühle sind unsere Brillen, durch die wir in die Welt blicken.

Gefühle sind immer da. Wir können Gefühle bis zu einem gewissen Grad unterdrücken. Wir können uns weigern, sie zu fühlen. Wir können sie bekämpfen. Wir können sie ignorieren. Aber wir können sie nicht nicht fühlen. Das ist unmöglich. Auch wenn ich viele Menschen kenne, die genau dies behaupten – sie würden nichts fühlen.

Verborgene Gefühle

In Wahrheit sind wir alle Meister darin, die Gefühle, die wir am liebsten auf „nimmerwiederfühlen“ auf den Mond schießen würden, tief in uns zu verbergen. Wir gaukeln uns selbst vor, dass wir sie nicht fühlen, indem wir uns ablenken und unsere wahren Gefühle überdecken.

Manche Gefühle sind mit einer Situation verknüpft, in der wir hilflos ausgeliefert waren oder uns überfordert erlebt haben. Wenn wir keinen Sinn in der Emotion erkennen und keine befriedigende Lösung der Situation herbeiführen können, besetzen wir dieses Gefühl negativ.

Zum Beispiel mag es sein, dass wir die Erfahrung machen, nicht getröstet zu werden wenn wir traurig sind. Dann wird Trauer zu einem Gefühl, das wir nicht fühlen wollen. Wir fangen an, Gefühle der Trauer zu verdrängen und zu verbergen.

Doch Gefühle sind wie kleine hungrige Babys. Sie lassen sich nicht wegignorieren. Sie werden immer lauter, bis wir von ihnen Notiz nehmen und ihre Bedürfnisse stillen.

Wer nicht hören will, muß fühlen

Doch wer nicht fühlen will, muß hören. Hören, was der Körper ihm in Form von Krankheiten und Symptomen zu sagen hat, stellvertretend für die unterdrückten Gefühle. Denn dies ist die Sprache der Seele.

Wer kennt ihn nicht, den berühmten Kloß im Hals, wenn wir wieder einmal unsere Wut oder Trauer heruntergeschluckt haben?

Unsere Gefühle wollen gesehen und gehört werden. Wenn wir sie nicht wahrnehmen (wollen), suchen sie sich einen Weg, um auf sich aufmerksam zu machen.

Vielleicht hast in deinem Umfeld, oder sogar an dir selbst, schon einmal folgendes Szenario beobachtet:

Wir schlucken zum Beispiel unsere Wut herunter, und schlucken, und schlucken, und schlucken. Und irgendwann, wenn der Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt, dann platzt es aus uns heraus. Plötzlich schreien wir von einer Sekunde auf die andere unser Gegenüber an, fangen hysterisch an zu weinen oder verschaffen unserer angestauten Emotion auf andere Art und Weise explosionsartig Luft.

Oft wird dies nur mit verständnislosem Kopfschütteln oder einer Bemerkung wie: „so kenne ich dich ja gar nicht“, kommentiert.

Eine andere Variante wäre: Die angestaute Wut bleibt unterdrückt und darf nicht da sein. Da jedoch Gefühle niemals aufhören zu existieren, nur weil wir sie nicht haben wollen, geht das Ganze in die Autoaggression.

Die Folge können zum Beispiel Bauchschmerzen, Halsentzündungen, Nägelbeißen, ein Magengeschwür oder gar noch Schlimmeres sein.

Wäre es nicht besser, nichts zu fühlen?

Das wunderschöne Glücksgefühl der Freude muss ich nicht näher beschreiben, oder? Wenn wir uns freuen, fällt es uns leicht, das Gefühl der Freude daseinzulassen, es anzunehmen und als Teil von uns zu sehen. Es fühlt sich einfach schön an, Freude und Glück zu fühlen. Es lässt uns beschwingt weiter unseren Weg gehen.

Doch für mich ist jedes einzelne Gefühl ein Geschenk. Und ich liebe Geschenke. Kleine. Große. Umso bunter, umso besser.

Du denkst, Angst sei kein sinnvolles Geschenk? Angst kann uns blockieren und uns im Weg stehen, wenn wir sie als etwas Bedrohliches ansehen. Doch selbige Angst ermöglicht es uns auch, über uns selbst hinauszuwachsen und zu entdecken, wieviel Mut, Kraft und Stärke in uns liegen. Angst birgt die wundervolle Möglichkeit, Vertrauen zu erfahren. HIER kannst du einen passenden Blogartikel dazu lesen.

Trauer lässt uns die Süße und Wärme des Trostes erleben. Wenn wir traurig sind, werden wir feststellen, wie wohltuend ein Wort des Trostes ist. Mitgefühl das wir uns selbst und unseren Nächsten entgegenbringen, ist Balsam für unsere Seelen. Dieses Geschenk birgt die Trauer.

Du sagst, Wut ist nun aber wirklich überflüssig? Ganz und gar nicht. Die Wut war lange Zeit ein ungebetener Gast für mich. Ich wollte sie nicht haben. Ich hatte meine Wut so tief in den dunkelsten Keller meines Unterbewusstseins gesperrt, so dass ihr keine andere Wahl blieb, als sich in Form von aggressiven Zwangsgedanken Gehör zu verschaffen. Ich musste im wahrsten Sinne des Wortes hören, was ich nicht fühlen wollte.

HIER kannst du mehr über aggressive Zwangsgedanken erfahren.

Inzwischen habe ich jedoch verstanden, dass mir meine Wut die nötige Energie verleiht, um Grenzen zu setzen. Dank ihr weiß ich, wann es an der Zeit ist, meine Ideale und Werte zu verteidigen. Die Wut bereitet mir das Geschenk, für mich selbst und andere Lebewesen einzustehen. Durch das Gefühl der Wut bin ich in der Lage Stop zu sagen, finde die Kraft mich für meine Bedürfnisse einzusetzen und meinen eigenen Weg zu gehen.

Und so hat jedes einzelne unserer Gefühle seine Daseinsberechtigung. Es sind nicht nur zufällig angeborene Emotionen. Sie alle sind uns als elementare Wegbegleiter, mit ihren individuellen Geschenken, mit auf den Weg gegeben worden.

Und letztlich ist es die Liebe selbst, die alle Emotionen miteinander verbindet. Die Liebe lässt uns das Geschenk jedes einzelnen Gefühls erkennen. Die Liebe verwandelt Angst in Vertrauen, Trauer in Trost, Wut in Selbstfürsorge.

Du bist so viel mehr

Identifiziere dich nicht mit einem einzelnen Gefühl. Du bist nicht Trauer. Du bist nicht Wut. Du bist so viel mehr als nur ein Gefühl. Du bist so viel mehr, als nur Schwarz oder Weiß. Du bist die komplette Farbpalette. Du bist der Regenbogen. Du bist die schillernde Vielfalt aller Emotionen.

Und du bist auch nicht dieses oder jenes Gefühl. Du fühlst deine Gefühle. Das ist ein großer Unterschied. Du reagierst auf sie. Du erfährst dich durch sie. Du erlebst dich durch sie. Du spürst dich selbst durch sie. Und du erkennst dich durch sie. Freue dich auf das Geschenk, das sie für dich bereit halten: Das Geschenk zu erfahren, wer du wirklich bist.

Gefühle bieten uns Möglichkeiten, um uns selbst in unserer Ganzheit erfahren zu können. Erst wenn wir alle Emotionen liebevoll annehmen und unsere Gefühle als Teil von uns akzeptieren, werden wir selbst uns als Ganz erleben.

Wenn wir fühlen vervollständigt sich das Puzzlebild
und die Suche nach dem fehlenden Teil hat ein Ende.

Die Liebe verbindet unsere Gefühle zu einem großen Ganzen und lässt uns uns selbst wieder als Ganzheit erleben. Zu fühlen hilft dir, dich an deine wahre Natur zu erinnern.

Gefühle helfen dir, dich zu erinnern, dasss du Liebe bist.

Affirmation

Die folgende Affirmation dient dir, dich in Einklang mit deinen Emotionen zu bringen:

Ich bin.
Ich bin im Einklang und in Frieden mit all meinen Gefühlen.
Ich akzeptiere sie als Teil von mir.
Ich lebe mein Leben aus der Fülle aller Emotionen.
Meine Gefühle sind wie der Regenbogen und machen mein Leben bunt.
Ich liebe mich und sage JA zur Ganzheit.
Ich bin komplett.
Ich bin vollständig.
Ich bin vollkommen.
Ich liebe mich, so wie ich bin

Heilung beginnt, wenn die Liebe in dir erwacht.
Alles Liebe für dich.

Cora von der Heyden

Wie gehst du mit deinen Emotionen um? Gibt es noch ein Gefühl, dass du ablehnst oder nicht spüren willst? Welches Geschenk hast du bereits durch deine Gefühle empfangen? Gibt es noch Gefühle in dir, die sich auf anderer Ebene Gehör verschaffen? Oder erlaubst du dir bereits, dich ganz zu erfahren?

Ich freue mich auf dein Feedback in den Kommentaren und tausche mich gerne mit dir auf Instagram und/oder Facebook aus.

Foto: Mathias Wild

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