Emotionen Selbstliebe

#11 Weihnachten ohne Familie. Wie entgehe ich der Einsamkeitsfalle?

Für mich war Weihnachten, das Fest der Liebe, viele Jahre ein Fest der Trauer und Depression.

Während andere freudestrahlend ihre Pläne preisgaben, mit der ganzen Familie gemeinsam zu feiern, breitete sich in mir ein Gefühl von Traurigkeit aus. Auch ich wollte Weihnachten mit der gesamten Familie erleben. Doch in unserer Familie gibt es das nicht. Keine Eltern, Geschwister oder Großeltern, mit denen ich feiern konnte.

Aufgewachsen in einer Sekte, habe ich als Kind nicht erfahren wie es ist, an Weihnachten als Familie unter dem Weihnachtsbaum zu sitzen und Zeit miteinander zu verbringen. In der Schule hörte ich nach den Ferien die Mitschüler mit strahlenden Augen berichten, wie schön Weihnachten gewesen sei, wie die gesamte Familie zusammen gefeiert habe und welche Geschenke es gab.

Das alles habe ich in meiner Kindheit nicht erlebt. Umso größer war der Wunsch in mir, dieses wundervolle Fest der Liebe eines Tages selbst zu erfahren. Meine Eltern erlauben mir jedoch aufgrund ihrer Sektenzugehörigkeit nicht, mit ihnen in Kontakt zu treten. Meine Schwester und mein Neffe sind bereits verstorben. Familienzusammenhalt, wie ich ihn mir immer gewünscht habe, gibt es in meiner Familie nicht. Keine Familientreffen, keine Familienfeste und auch kein Fest der Liebe mit der gesamten Familie an Weihnachten.

Richte deinen Fokus neu aus

Meine Trauer verstärkte sich in dem Maße, in dem ich meinen Fokus auf das ausgerichtet hatte, was ich nicht habe: Keine Eltern oder Geschwister, mit denen ich gemeinsam feiern könnte. Erst als ich das Unabänderliche akzeptierte, wurde eine neue Energie freigesetzt. Eine Energie, die ich bislang in meine Trauer und Depression investierte.

Weg vom Mangeldenken, hin zum Fülledenken. Wenn ich keine Eltern, Geschwister oder Großeltern habe, mit denen ich feiern kann, wieso sollte ich dann nicht trotzdem das Fest der Liebe feiern? Warum nicht mich selbst mit all dem beschenken, was ich mir wünsche?

Wie kann ich mir selbst Familie sein?

In meiner Vorstellung ist eine Familie immer füreinander da und geht durch dick und dünn. Jeder wird bedingungslos geliebt.

Inzwischen habe ich begriffen, dass ich selbst für mich verantwortlich bin. Ich selbst kann mir Mutter und Vater sein, immer für mich selbst da sein und mich bedinungslos lieben.

Kommt in mir zum Beispiel die Sehnsucht nach meiner Mutter auf, nehme ich mich bewusst mit meiner Trauer, meinem Kummer und meinem Schmerz wahr. Ich sage mir selbst die Dinge, die ich gerne von meiner Mutter hören würde.

Dinge wie: „Ja, ich weiß, es ist gerade eine schwere Zeit für dich. Ich kann verstehen dass du traurig bist. Komm, ich mach dir ein Tasse Tee und du kuschelst dich einfach in meine Arme.“

Immer wenn die Sehnsucht nach einer liebevollen Familie in mir wächst, was besonders an Weihnachten der Fall ist, verwöhne ich mich selbst mit allem, wonach ich mich sehne. Eine liebevolle Umarmung, die ich mir selbst schenke. Eine warme Badewanne als Kuscheleinheit. Ein heißer Tee als Seelentröster.

Niemand sollte an Weihnachten alleine sein. Also lass dich bitte nicht selbst allein. Nimm dich mit deinen Bedürfnissen und Sehnsüchten wahr. Sei dir selbst die Familie, nach der du dich sehnst und sei gut zu dir.

Dankbarkeit öffnet den Blick für die wahre Familie

Gerade in meinen schwersten Zeiten der Trauer und Depression gab es Menschen in meinem Leben, die bedingungslos für mich da waren und es heute noch sind. Menschen, die sich ehrlich für mich interessieren. Von ihnen werde ich gesehen, gehört und wahrgenommen. Von ihnen werde ich mit all dem beschenkt, das ich mir von meiner Familie gewünscht hätte. Trost, Beistand, Verständnis, Mitgefühl und Liebe.

Diese Menschen sind zu meiner wahren Familie geworden. Trotz der Tatsache, dass ich keine Eltern in greifbarer Nähe habe, ist meine Überzeugung „ich habe keine Familie“ nicht länger haltbar.

Niemand ist gänzlich ohne Familie oder ohne Freunde. Halte in deinem Umfeld danach Ausschau. Du wirst die liebevollen Gesten, Worte und Taten deiner Mitmenschen entdecken, wenn du dich ihnen öffnest. Wähle selbst, wen du zu deiner wahren Familie zählst.

Und für den Fall, dass du tatsächlich ohne einen einzigen Freund dastehen solltest, ist der nächste Hinweis für dich eventuell hilfreich.

Sei selbst das Wunder, auf das du wartest

Du fühlst dich zur Weihnachtszeit einsam oder wünscht dir liebevolle Gesellschaft? Dann geh los. Sei kreativ. Welche Möglichkeiten gibt es, selbst die familiäre Gesellschaft zu sein, nach der du dich sehnst.

Du könntest zum Beispiel ein Seniorenheim besuchen und den vielen älteren Menschen dort deine Zeit schenken. Du bist gewiss nicht der Einzige, der sich an Weihnachten nach einer Familie, Liebe und Geborgenheit sehnt.

Viele Menschen fühlen sich einsam, ganz besonders zur Weihnachtszeit. Also warum nicht selbst das Wunder sein, auf das du wartest? Schenke anderen einsamen Seelen deine Zeit und deine Liebe. Glaube mir, dieses Geschenk wird keine Einbahnstraße sein. 

Werde dir bewusst: Du bist niemals allein

Das Alleinsein birgt die Möglichkeit der Erfahrung des All-Eins-Sein.

Wir alle sind miteinander verbunden und stehen auf seelisch-energetischer Ebene miteinander in Kontakt.

In Wahrheit bist du Teil einer großen Familie – der Familie der Menschen. Du bist nicht allein. Niemals. Du bist ein Teil des Universums. Du bist ein Teil der bedingungslosen göttlichen Liebe. Du bist ein Teil der höheren Ordnung. Wir alle sind Eins, und du bildest keine Ausnahme davon.

Was kann ich als Außenstehender tun

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Doch letztendlich ist unser ganzes Leben ein Fest der Liebe. Deswegen sollten wir uns nicht nur zur Weihnachtszeit fragen:

Was würde die Liebe tun?

  • Du kennst jemanden, der traurig ist? Sprich ihn an. Schenke ihm den wärmenden Trost deines offenen Ohres, deiner offenen Arme und deines offenen Herzens.
  • Du kennst jemanden, der alleine ist? Lade ihn ein, ruf ihn an oder besuche ihn. Schenke ihm deine Zeit, deine Aufmerksamkeit und deine Liebe.
  • Du siehst einen obdachlosen Bettler in der Stadt? Geh nicht an ihm vorbei. Schenke ihm ein von Herzen kommendes Lächeln und wenn du möchtest gerne noch ein Geldstück dazu.
  • Teile dein Glück verschwenderisch und großzügig mit allen Menschen und Lebewesen.
  • Beschenke dich selbst und deine Nächsten mit all deiner Liebe. Jedes noch so kleine Wort und jede noch so kleine Tat der Liebe kann wahre Wunder bewirken.

Öffne dein Herz, damit die Liebe frei fließen kann. Das Leben liebt dich. Immer. Bedingungslos.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lebewesen ein gesegnetes und frohes Fest.

Heilung beginnt, wenn die Liebe in dir erwacht.
Alles Liebe für dich.

Cora von der Heyden

Wenn du an Weihnachten allein sein solltest oder dich einsam fühlst, lade ich dich herzlich dazu ein, mir zu schreiben. Gerne trete ich mit dir per E-Mail in Kontakt und schenke dir all meine Liebe. Denn wir sind alle Eins und ich liebe dich.

Ich freue mich auf dein Feedback in den Kommentaren und tausche mich gerne mit dir auf Instagram und/oder Facebook aus.

Foto: Pixabay

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