Affirmationen Emotionen Übungen

#3 Soforthilfe-Maßnahmen bei Angst, Panik & Co.

Herzklopfen, Herzrasen, Herzflattern, Schweißausbrüche, zittrige Hände und Beine, ein trockener Mund, ein Kloß im Hals, pochende Schläfen, Atemnot, Schwindel, Benommenheit, Kribbel- und Taubheitsgefühle, Enge im Brustbereich, Summen und Schwirren im Kopf, Unwohlsein im Solarplexus. All das sind körperliche Symptome, die bei Angst, Panik und Nervosität auftreten.

Wie entstehen die körperlichen Symptome?

Der Hypothalamus befindet sich im Zwischenhirn und ist zuständig für die Steuerung der Hormone und somit auch der vegetativen Körperfunktionen. Das vegetative Nervensystem reagiert autonom und kann nicht willentlich beeinflusst werden. Über das vegetative Nervensystem, manchen auch besser bekannt als Sympathikus und Parasympathikus, laufen alle automatischen Vorgänge wie Herzfrequenz, Verdauung, Atmung, Stoffwechsel.

Ausgelöst durch einen Trigger, der durch unsere Sinnesorgane (zum Beispiel Ohr oder Auge) wahrgenommen wird, werden Reize an unsere Großhirnrinde weitergeleitet. Aufgrund der Erfahrungen und der Verknüpfungen, die wir in der Vergangenheit damit gemacht haben, interpretiert das Gehirn diese Reize als gefährlich. Nun nimmt die Reizweiterleitung ihren Lauf. Der Hypothalamus aktiviert, über die Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin, Kortisol und Kortison, das vegetative Nervensystem.

Von einer Sekunde zur nächsten ist unser gesamter Körper in Alarmbereitschaft. Alles in uns bereitet sich auf Kampf oder Flucht vor. Der Herzschlag erhöht sich, der Blutdruck steigt an, die Atemfrequenz wird erhöht, die Skelettmuskulatur wird stärker durchblutet und spannt sich an. Die Bronchien erweitern sich und wir atmen schneller, um uns besser mit Sauerstoff zu versorgen. Sämtliche „unwichtigen“ Vorgänge im Körper werden auf ein Minimum reduziert. Die Verdauung wird eingestellt, der Speichelfluß reduziert. Die Pupillen erweitern sich um die Gefahr besser zu erkennen. Es bildet sich kalter Schweiß, wir sind hellwach und nervös. Sämtliche Energiereserven werden für den Kampf oder die Flucht freigesetzt. Nur so konnten unsere Vorfahren in der Urzeit eine Begegnung mit einem Säbelzahntiger überleben.

Sobald wir eine Situation als körperlich oder seelisch belastend ansehen, reagieren wir im Rahmen dieser vegetativen Reaktionskette.

Was kann ich in einer akuten Angstsituation tun?

Ich habe folgende Soforthilfe-Maßnahmen für dich getestet und zusammengestellt:

Atmen
Finde zu einer ruhigen und regelmäßígen Atmung zurück. Atme tief in den Bauch ein, und puste beim Ausatmen die Luft durch deinen sanft geschlossenen Mund. Es entsteht vermutlich ein schnaubendes, blubberndes oder schnaufendes Geräusch. Das ist gut. Lass dir beim Ausatmen Zeit. Entspanne dich bewusst mit jedem Ausatmen und spüre wie sich deine Muskulatur lockert. Lasse mit dem Atem alles los. Atme es heraus, schnaufe, seufze, stöhne, weine. Was auch immer gerade kommt. Alles darf sein.

Körperübungen
Da man in einer akuten Angstsituation irgendwie „außer sich“ ist, können diese Übungen helfen, wieder „runterzukommen“.

Eine meiner liebsten Übungen ist, sich kräftig das Brustbein zu reiben oder sanft zu klopfen. Das aktiviert das Herzzentrum.

Eine weitere einfache Körperübung ist, die Hände und Arme hin- und herschwingen zu lassen. Stehe aufrecht und drehe deinen Oberkörper von rechts nach links aus der Hüfte heraus. Deine Arme sind ganz locker und schwingen automatisch im sanften Rhythmus mit.

Umarme einen Baum
Verbinde dich mit der stärkenden und beruhigenden Energie des Baumes.

Wenn kein Baum in der Nähe ist, kannst du auch einfach die Baumübung anwenden. Stehe stabil mit beiden Beinen auf dem Boden. Nimm den Kontakt deiner Fußsohlen zur Erde wahr. Stelle dich dann, wie ein Flamingo, auf ein Bein. Lehne dein hochgehobenes, angewinkeltes Bein mit dem Fuß an dein Standbein. Deine Hände kannst du in Brusthöhe wie zum Gebet halten. Deinen Blick geradeaus auf einen Punkt fixiert, kannst du nun für einige Sekunden, oder auch Minuten, das Gleichgewicht halten. Atme weiter ruhig und bewusst und entspanne dabei deine Gesichts-, Schulter- und Nackenmuskulatur.

Bachblüten
Rescuetropfen oder Pastillen. Wenn du merkst, die Angst oder Nervosität kommt, dann sind Rescuetropfen ein wahrer Segen. Die besondere Kombination der verschiedenen Bachblüten macht die beruhigende und angstlösende Wirkung der Rescuetropfen aus. Bitte Einnahmehinweise auf der Packungsbeilage beachten.

Homöopathie
Aconitum napellus, der Sturmhut. Ein wertvolles Akutmittel, wenn die Panik bereits in Todesangst umschlägt und du das Gefühl hast, dem Tod direkt ins Auge zu blicken. Die Einnahme von Aconitum napellus beruhigt das Herz-Kreislauf-Zentrum, stabilisiert und normalisiert die Atmung und löst den Schrecken und die Todesangst auf. Bitte besprich mit einem erfahrenen Homöopathen die Einnahme.

Um deine Ängste konstitutionell homöopathisch zu behandeln, ist es wichtig, eine ausführliche Anamnese zur führen. Erst dann kann ein homöopathisches Konstitutionsmittel eruiert werden, das speziell auf deine individuellen Beschwerden hin verordnet wird. So kann deine Lebenskraft unterstützt werden, deine Ängste aufzulösen und dich wieder in Balance zu bringen.

Akupressur
Der „Perikard 6“ Akupressur-Punkt wird bei körperlicher Unruhe, Angstzuständen, Kreislaufbeschwerden, Atembeschwerden, Schwindel, Übelkeit und körperlichem Unwohlsein angewandt. Bitte wende dich hierzu an einen erfahrenen Akupressur-Therapeuten*in und lasse dir die Anwendung des Punktes zeigen.

Setze einen starken Reiz über deine Sinnesorgane
Du kannst dein Gesicht mit kaltem Wasser waschen, ein Chilli-Bonbon lutschen, dich kräftig in den Oberschenkel kneifen oder an starkem Minzöl schnuppern. Auf diese Weise kommst du wieder zurück in die Realität.

5-4-3-2-1-Übung
Der Sinn dieser Übung ist es, deine Wahrnehmung zu nutzen, um den Fokus nach außen zu richten, also weg von den bedrohlichen Körpersymptomen.

Die Übung geht folgendermaßen:
Zähle fünf Dinge auf, die du siehst (Vogel, Auto, Tisch, etc. – bitte nicht ich sehe wie ich zittere, usw.)
Zähle fünf Dinge auf, die du hörst (Vogelzwitschern, Autohupe, Knirschen unter meinen Schuhsohlen, etc. – bitte nicht ich höre mein Herz klopfen, usw.)
Zähle fünf Dinge auf, die du spürst (die kalte Unterlage auf der du sitzt, die Fasern des Stoffes deines Pullovers oder des Stuhls, den weichen Boden auf dem du läufst, etc. – bitte nicht ich spüre wie mein Herz rast, oder wie ich schwitze, usw.)

Fünf Dinge die du siehst, hörst, spürst. Danach zählst du vier Dinge auf, die du siehst, hörst und spürst. Die Aufzählungen dürfen sich auch gerne wiederholen, wenn dir nicht jedesmal etwas Neues einfällt. Dann zählst du drei Dinge auf, dann zwei Dinge, dann eins. Wenn es dir dann noch nicht besser geht, fängst du einfach wieder von vorne an bei fünf Dingen…

Diese Übung kannst du jederzeit ausprobieren und üben. Sie hilft dir aus dem Gedankenkarussel auszusteigen und lenkt deinen Fokus weg von Sorgen und Ängsten.

Slackline
Das ist eines meiner Lieblings-Tools bei akuten Angstzuständen. Rauf auf die Slackline. Binnen weniger Sekunden ist der Kopf frei von sämtlichen Sorgen, Ängsten und Gedanken. Man ist mit der Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt. Probiere es am besten gleich aus.

Tiere
Tiere funktionieren meistens. Eine Katze streicheln, mit einem Hund spielen oder mit Lamas spazieren gehen. Sehr beruhigend.

Pupsknete
Ja, du hast richtig gelesen. Es gibt nichts wertvolleres als Pupsknete, um eine Panikattacke abzuschwächen. Du musst mir nicht blind vertrauen. Probiere es einfach aus. Du wirst sehen – es ist unmöglich gleichzeitig zu lachen und Angst zu haben. Natürlich kannst du auch über alles andere lachen. Hauptsache du lachst.

Kraftort
Schließe die Augen und gehe in Gedanken an deinen Kraftort. Falls du noch keinen hast, stelle dir zum Beispiel den Sandstrand deiner letzten Urlaubsreise vor, einen besonders schönen Baum den du kennst oder einen Ort, an dem du dich einfach rundherum pudelwohl fühlst. Es kann auch ein imaginärer Ort sein, der nur in deiner Phantasie existiert. Spüre die positive und beruhigende Energie, die von diesem Ort ausgeht.

Sprich es aus
Sage dem Menschen, der gerade neben dir steht, dass du Angst hast. Bitte ihn um Unterstützung. Sobald du die Angst beim Namen nennst und laut ausprichst, wird sie sich reduzieren.

Alles, was dir gut tut
Ich persönlich überwinde meine Ängste relativ schnell, wenn ich zu meiner Lieblingsmusik laut mitsinge und tanze.

Weinen ist für mich ebenso ein gutes Tool, um Anspannung abzubauen und Ängste zu reduzieren. Einfach laufen lassen. Erleichtere dich und nutze das Ventil der Tränen.

Du kannst auch ein Mandala malen, wenn es dich entspannt. Einen ausgedehnten Spaziergang in der Natur machen, oder was auch immer dich auf andere Gedanken bringt und aus deinem Gedankenkarussel befreit.

Affirmation

Ich bin beschützt, behütet und geborgen.
Ich bin in Sicherheit. Immer.

Wonach sehnst du dich am meisten?

Stelle dir ein Buffet vor. Der Tisch ist reich gedeckt an Vertrauen, Trost, Verbundenheit, Geborgenheit, und vielen anderen Leckereien. Suche dir eine Emotion oder eine Empfindung heraus, nach der dich am meisten hungert. Gehe in dieses positive Gefühl hinein. Schenke es dir selbst. Nimm dich in den Arm. Nimm deine Ängste an die Hand. Spreche deinen Ängsten beruhigend zu und bringe ihnen liebevolles Verständnis entgegen. Nähre dich und deine Seele am Buffet der Fülle. Genieße das überquellende Angebot und iss dich satt.

Was kann ich tun, um meine Ängste längerfristig zu reduzieren?

Entspannungsübungen in die tägliche Routine einzubauen, um das Stresslevel des Körpers auszugleichen, ist eine gute Basis. Yoga und Meditation sind dazu bestens geeignet, sowie Progressive Muskelentspannung nach Jakobsen, Qi Gong oder Phantasiereisen.

Was meiner Meinung nach jedoch oft unter den Tisch fällt ist der Mut, der Angst in die Augen zu blicken. Sie nicht bekämpfen zu wollen oder vor ihr davon zu laufen, sondern sie anzunehmen, zu akzeptieren und an ihr zu wachsen.

Beschäftige dich mit deiner Angst und hinterfrage sie. Woher kommt sie? Warum ist sie da? Welche Angst steckt hinter der Angst? Setze dich mit deinen Ängsten und den Themen dahinter auseinander. Sei ehrlich zu dir selbst.

Die Angst ist ein Kommunikationsmittel unserer Seele, um uns auf Unstimmigkeiten und Dysbalancen in unserem Innern aufmerksam zu machen. Die Angst ist unser treuer Freund, der uns immer zur Seite steht, wenn wir von unserem Herzensweg abkommen. Die Angst meldet sich, wenn wir die Verbindung zu uns selbst verlieren, die Erinnerung an unser wahres Sein schwindet und wir das Vertrauen in unsere eigene Stärke vergessen..

Durch die Angst hast du die wundervolle Chance, etwas über dich selbst zu erfahren, dich selbst besser kennenzulernen und herauszufinden, was deine Seele wirklich braucht. Werde still und lausche, was dir deine Seele zu sagen hat, um daran zu wachsen.

Werde dir deiner vermeintlichen Schwächen, Mängel und Ängste bewusst. Akzeptiere sie. Nimm sie an. Kämpfe nicht dagegen an. Sie sind ein Teil von dir. Ein Teil, der dich auf etwas aufmerksam machen möchte.

Schicke deinen Ängsten Liebe und Dankbarkeit, weil du weißt, dass die Angst dir hilft, deine Themen zu erkennen, zu heilen und in Liebe aufzulösen. Übernimm die Verantwortung für deine Ängste und entdecke das Geschenk, das sie für dich bereithalten.

Hole dir Hilfe

Wenn du mit alledem überfordert bist, oder eine ausgeprägte Angststörung entwickelst, hole dir Hilfe. Es gibt wundervolle Therapeuten, Heilpraktiker und Homöopathen, die bereit sind, dich auf deinem Weg zu begleiten und zu unterstützen.

Vertraue darauf, dass das Leben immer für dich ist. Du bist nicht alleine. Du bist geborgen. Du bist beschützt. Du bist geliebt.

Schreib mir gerne eine E-Mail oder ruf mich an unter Tel.: 08374 – 5891775.
Die Innere-Kind-Arbeit, Klassische Homöopathie, Akupressur und/oder spirituelle Lebensberatung können eine hilfreiche Unterstützung für dich sein, um deine Ängste loszulassen.

Oft sind Ängste ein Ausdruck von „Wachstumsschmerzen“. HIER kannst du in meinem Blogartikel mehr darüber erfahren.

Und HIER schenke ich dir eine wertvolle Übung, um dich wieder in deine eigene Mitte zu bringen.

Heilung beginnt, wenn die Liebe in dir erwacht.
Alles Liebe für dich.

Cora von der Heyden

Welche Erfahrungen hast du im Umgang mit Ängsten gemacht? Welche Tools helfen dir bei akuten Angstzuständen? Hast du dein Geschenk, das hinter deiner Angst verborgen liegt, bereits geöffnet und dankend angenommen?

Ich freue mich auf dein Feedback in den Kommentaren und tausche mich gerne mit dir auf Instagram und/oder Facebook aus.

Foto: Pixabay

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