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#17 Aggressive Zwangsgedanken: Hilfe für Betroffene

In meinem Blogartikel „Aggressive Zwangsgedanken: Das Monster in meinem Kopf“ habe ich mit dir meine persönliche Geschichte geteilt.

Heute möchte ich dir anhand meiner eigenen Erfahrungen Lösungsansätze aufzeigen, Hilfestellung bieten und dich auf deinem Weg der Heilung unterstützen.

Nur Mut. Wenn ich das geschafft habe, kannst du das auch.

Der erste und wichtigste Schritt: Hilfe holen

In die psychosomatische Akutklinik einzuchecken war für mich eine persönliche Bankrotterklärung. Loszulassen und zu akzeptieren, es nicht alleine zu schaffen. Es war eine bewusste Entscheidung:

Ich will leben, also hole ich mir jetzt Hilfe.
Ich bin bereit alles zu tun, um zu (über-)leben.

Der Aufenthalt in der psychosomatischen Akutklinik war für mich ein wertvolles Geschenk. Hier konnte ich sein wie ich bin. Ich musste meine Gedanken nicht länger unterdrücken oder verbergen, sondern durfte sie offen aussprechen.

Damit wurde mir eine große Last von den Schultern genommen.

Es stellte sich recht bald heraus, dass hinter den aggressiven Zwangsgedanken meine unterdrückte Wut steckte. Eine Wut, die ich nicht länger kompensieren konnte.

Ich kann dich nur dazu ermutigen, dir Hilfe zu holen. Es hilft wirklich und bringt Erleichterung.

Lass ihn raus, den Tiger

In der Klinik fanden Einzeltherapie-Gespräche statt, Gruppengespräche sowie individuell angepasste Therapieeinheiten.

Meine größte Herausforderung war es, in Kontakt mit meiner Wut zu kommen. Doch als ich nach einigen Sitzungen spürte, was sich all die Jahre in mir angestaut hatte, konnte ich dann mit therapeutischer Begleitung zu Schritt 2 übergehen.

Ich ließ meiner Wut freien Lauf. Ich schrie sie heraus, schlug in Kissen und schrieb Briefe, die ich anschließend vernichtete. Kummer, Trauer, Schmerz. Alles kam aus mir heraus und sprudelte wie ein nicht enden wollender Quell.

Es tat so gut alles rauszulassen, was sich all die Jahre angestaut hatte. Endlich durfte es gesehen und gehört werden.

Alles, was hilft

Homöopathie
Ich weiß nicht, wie ich diese Zeit ohne Homöopathie überstanden hätte. Sowohl was den Schock und die Trauer über den Tod meiner Schwester und ihres Sohnes betrifft, als auch meine daraus resultierenden Zwangsgedanken. Die Wirkung auf tieferer Ebene war sofort nach der Einnahme zu spüren.

Ich verzichtete ganz bewusst auf Psychopharmaka und andere schulmedizinische Medikamente. Und das war für mich die beste Entscheidung die ich treffen konnte. Selbst das Feedback meiner Therapeuten bestätigte mich in meiner Wahl, mich homöopatisch begleitend zu behandeln. Sie waren erstaunt, wie schnell es mir damit besser ging.

Wenn du homöopathische Unterstützung wünscht, stehe ich dir gerne jederzeit für ein kostenfreies Beratungsgespräch zur Verfügung. Nur Mut. Du kannst mich gerne jederzeit in der Praxis unter Tel.: 08374 – 5891775 kontaktieren oder mir eine E-Mail schreiben.
HIER kannst du noch mehr über die Klassische Homöopathie erfahren.

Slackline
Eine wundervolle Möglichkeit, um die Gedanken im Kopf auszuschalten. Es ist nicht möglich, hochkonzentriert über die Slackline zu gehen und gleichzeitig aggressive Zwangsgedanken zu haben.

Gleichgesinnte
Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren findet, der ihn versteht.

Friedrich Nietzsche

Ich lernte in der Klinik doch tatsächlich einen Menschen kennen, der exakt die gleichen, verrückten Gedanken hatte wie ich. Daraus ist eine wundervolle Freundschaft entstanden, die bis heute besteht. Es gibt nichts Wertvolleres, als sich mit Betroffenen gegenseitig auszutauschen. Wer könnte besser nachvollziehen und verstehen wie es einem gerade geht? Also nur Mut, rede darüber und schließe Kontakt mit anderen Betroffenen.

Vertrauen lernen
In meinem Leben hatte ich bis dato kein Urvertrauen gesammelt. Und das bisschen Vertrauen das ich hatte, verwandelte sich mit meinen aggressiven Zwangsgedanken in eine alles überschattende Angst.

Ich hatte jegliches Vertrauen in mich selbst, in das Leben und in das Gute verloren. Ich verstand die Welt nicht mehr und mein Zustand beängstigte mich zutiefst.

Ich musste mir das (Ur-)Vertrauen Schritt für Schritt zurückerorbern. Verschiedene therapeutisch begleitete Übungen halfen mir dabei.

Einer meiner Therapeuten sagte folgende beruhigende Sätze zu mir:

Sie brauchen keine Angst haben. Menschen mit aggressiven Zwangsgedanken sind die friedfertigsten Menschen die es gibt. Sie verfügen über eine so hohe Impulskontrolle, dass sie sogar ihre aggressiven Gedanken kontrollieren wollen. Ich vertraue ihnen und sie können es auch.

Das bedingungslose Vertrauen, das in mich gesetzt wurde, half mir, mir selbst wieder  Vertrauen entgegenzubringen. Wenn andere mir vertrauen, dann kann ich es auch.

Realitätscheck
Ist es wirklich wahr, was ich über mich denke? Ist es tatsächlich wahr, dass ich zu solchen Taten fähig wäre? Wie oft habe ich schon schreckliche Dinge gedacht, und wie oft haben sie sich bewahrheitet?

Die ernüchternde Billanz: Kein einziger Gedanke hat sich bewahrheitet. Nichts von alledem, was ich gedacht hatte, habe ich getan.

Ich lenkte meine Aufmerksamkeit bewusst auf den Realitätscheck. Die Überprüfung der Tatsachen und der Realität schenkte mir Vertrauen und gab mir das Gefühl von Sicherheit zurück.

Folgende Affirmation trug mich durch diese Zeit

Ich bin in Sicherheit und beschützt.
Das Leben ist immer für mich.
Das Leben liebt mich und ich liebe das Leben.

Es dauerte noch viele Wochen und Monate, bis ich mir selbst wieder über den Weg traute. Bis ich anfing, mir selbst wieder zu (ver-)trauen. Der Wille und die bewusste Entscheidung zu vertrauen, gaben mir die nötige Kraft und führten mich erfolgreich ans Ziel.

Soforthilfemaßnahmen bei Angst, Panik & Co.
Hierzu habe ich bereits einen Blogartikel für dich geschrieben, in dem ich dir hilfreiche Tipps und konkrete Maßnahmen zur Verfügung stelle, die dich in einer akuten Krise stützen können. Für mich waren die Soforthilfemaßnahmen ein rettender Anker. Sie trugen mich durch die schwierigsten Phasen meiner Zwangserkrankung. HIER kommst du direkt zum Artikel.

Meditation und Kontakt zum Inneren Kind
Ich begann täglich zu meditieren, da ich bereits nach der ersten Meditation eine unglaubliche Ruhe und Stille in mir fand. Nach einigen Meditationen geschah etwas Wundervolles: Ich sah mein Inneres Kind vor meinem geistigen Auge. Zum ersten mal in meinem Leben habe ich dieses kleine, hilflose Wesen in mir wahrgenommen.

Das ist für mich bis heute einer der größten Wendepunkte in meinem Leben.

Was ich mit meinem inneren Kind erlebt habe und warum das für mich der Point of Change war, erfährst du in meinem nächsten Blogartikel: Aggressive Zwangsgedanken: Fluch, oder Segen?.

Und wenn du mehr über das Innere Kind erfahren möchtest, kannst du dich HIER und HIER tiefer damit befassen.

In jeder Erkrankung liegt ein kostbares Geschenk verborgen.
Wir müssen nur den Mut aufbringen, dieses Geschenk anzunehmen
und es behutsam auszupacken.

Heilung beginnt, wenn die Liebe in dir erwacht.
Alles Liebe für dich.

Cora von der Heyden

Bitte scheu dich nicht, Hilfe zu holen, wenn du selbst betroffen bist, oder jemanden kennst, der an einer Zwangserkrankung leidet. Es gibt nichts, für das du dich schämen müsstest. Und es gibt nichts, das es zu befürchten gibt. Du kannst mir gerne eine E-Mail schreiben oder mich über mein Praxistelefon unter Tel.: 08374 – 5891775 kontaktieren.

Ich freue mich auf dein Feedback in den Kommentaren und tausche mich gerne mit dir auf Instagram und/oder Facebook aus.

Foto: Mathias Wild

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