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#29 Zigarette? Nein, Danke – Ich brauche nicht!

Ich habe früh mit dem Rauchen angefangen. Ich war ca. 12 oder 13 Jahre jung, als ich meine erste Zigarette probierte, heimlich natürlich. Mit 14 oder 15 Jahren rauchte ich bereits regelmäßig und viel. Es konnten schon zwischen 15 bis 20 Zigaretten täglich sein.

Ganz schön eklig, wenn ich mich heute daran zurückerinnere

Als ich mit 22 Jahren plante, schwanger zu werden, hörte ich bereits im Vorfeld von heute auf morgen mit dem Rauchen auf. Ein kleines Wesen in mir willkommen zu heißen und gleichzeitig zu rauchen, das passte in meiner Vorstellung nicht zusammen.

Als ich meine Tochter abstillte, fing ich nach und nach wieder an zu rauchen. Hier mal eine Gelegenheitszigarette, dort mal eine Feierabendzigarette. Und ehe ich mich versah, war ich wieder in meiner Zigarettensucht angekommen. Nicht mehr so exzessiv wie früher und auch nicht im Haus, sondern nur draußen im Freien, schließlich sollte meine Tochter ja nicht mitrauchen.

Es waren vielleicht nur mehr 2-3 Zigaretten pro Tag, manchmal ein paar weniger oder mehr, wenn ich mit Freunden unterwegs war. Aber dennoch 2-3 Zigaretten pro Tag zuviel.

Der Selbstschwindel

Sicher kennst du folgende Aussagen: Es schmeckt nunmal so gut. Ich rauche gerne. Es macht mir einfach Spaß zu rauchen. Raucher sind geselliger. Von einer Zigarette stirbt man nicht. Ich bin Genußraucher.

Ja, das kann alles sein. Aber sei doch mal ehrlich. Und zwar ganz ehrlich: WILLST du nicht aufhören zu rauchen, oder KANNST du es nicht und benutzt diese fadenscheinigen Begründungen als Ausrede?

Bei mir war es so. Ich konnte nicht und sagte, ich will nicht. Ich war ziemlich gut darin, mir meine Zigarettensucht schön zu reden. Schließlich rauchte ich ja auch nicht mehr so viel wie früher. Und dennoch konnte ich meine Finger nicht davon lassen.

Am Morgen nach einer Party, wenn ich mal wieder mehr als zwei Zigaretten geraucht hatte, schwor ich mir jedes Mal von Neuem: Ich rauche nie wieder! Das ist ja so eklig!

Und dennoch kam irgendwann wieder dieses Gefühl in mir, das mir keine andere Wahl und mich früher oder später doch wieder zur Zigarette greifen ließ.

Warum können wir nicht einfach so aufhören?

Das stimmt so nicht ganz, denn schließlich habe ich schon einmal in meinem Leben von einen Tag auf den anderen aufgehört zu rauchen und jetzt tat ich mir wieder so schwer damit. Also was steckt wirklich dahinter?

Wenn wir rauchen, brauchen wir etwas.
Und wenn wir süchtig sind, suchen wir etwas.

Das war mir damals natürlich noch nicht bewusst, aber als ich aufhörte zu rauchen, hatte meine Suche ein Ende und ich brauchte „es“ nicht mehr.

Was dieses „es“ ist, ist sehr individuell und unterschiedlich. Aber was auch immer „es“ sein mag, es steckt am Ende doch immer eine Angst dahinter. Angst, alleine zu sein. Angst, nicht gut genug zu sein. Angst, nicht dazu zu gehören. Angst, sich einem Gespräch zu stellen. Angst, zu spüren, zu fühlen und die Angst, die Angst da sein zu lassen. Angst, wahrzunehmen was „es“ ist.

Wenn wir rauchen, ersticken wir unsere Angst und nebeln sie mit betäubenden Rauchschwaden voller Nikotin ein. Irgendwann wissen wir gar nicht mehr, warum wir eigentlich rauchen, wir tun es einfach. Es verselbständigt sich und die Sucht beginnt.

Wir versuchen „es“ nicht spüren zu müssen und sind dennoch unterbewusst auf der Suche, um „es“ endlich zu erlösen. Wir suchen „es“ und brauchen etwas, um „es“ zu befriedigen.

Was ist „es“?

Hinter jeder Angst steckt ein Bedürfniss, das darauf wartet, gestillt zu werden. Welches Bedürfniss „es“ ist, ist in der äußeren Wahnehmung individuell. Doch unterm Strich haben wir alle die selben Grundbedürfnisse.

In meinem Fall war meine Sucht besonders ausgeprägt vorhanden, wenn ich mit anderen Menschen zusammen oder auf einer Party war. Der sogenannte Gruppenzwang. Aber es ist mehr als nur der Zwang in der Gruppe gewesen. Es war meine eigene Angst, dass die Kommunikation abbricht, wenn ich nicht mit vor die Türe zum Rauchen gehe. Die Angst, nicht dabei und ausgeschlossen zu sein, nicht dazuzugehören und letztendlich auch die Angst, auf diese Weise einen Teil der Freundschaft zu verlieren. Die Angst, alleine zu sein.

Mein eigentliches Bedürfniss war also nicht der Zigarettenrauch. Er ist nur ein schlechter Ersatz für das gewesen, was ich in Wahrheit brauchte und wonach ich suchte: Nähe, Verbundenheit, Zuneigung, Kommunikation und Austausch, Zugehörigkeit und Freundschaft.

Dahinter steckt oft unser Inneres Kind. Was das Innere Kind ist, erfährst du in diesem Artikel.

Die Sucht hat ein Ende, wenn du erkennst, was du wirklich brauchst

Als ich meine wahren Bedürfnisse erkannte und begann sie zu befriedigen, hatte meine Suche ein Ende und damit Hand in Hand auch meine Sucht. Ich brauchte keine Zigaretten mehr, um die Angst zu benebeln.

Ich brauchte keine Angst mehr haben, da ich meine Themen erkannte und lernte, mich selbst mit allem zu versorgen, was ich in Wahrheit brauche.

Zu Beginn meiner Schwangerschaft war mir das alles noch nicht bewusst. Aber heute verstehe ich, warum es mir so leicht viel, von heute auf morgen mit dem Rauchen aufzuhören. Meine Angst vor dem Alleinsein und das Bedürfniss nach Nähe und Verbundenheit lösten sich mit der Schwangerschaft auf.

Und das Verlangen nach der Zigarette, die mich den unterbewussten Schmerz der Trennung und des Verlustes besser ertragen ließ, steigerte sich in dem Maße, in dem meine Tochter selbständiger wurde und sich von mir abnabelte.

Stille deine Bedürfnisse

Vor einigen Jahren nahm ich die Bedürfnisse, die hinter meinen Ängsten lagen, bewusst wahr und begann, sie mehr und mehr zu stillen. Und zwar auf eine gesunde Art und Weise. Zwei Tools, die mir dabei sehr halfen, waren die Innere-Kind-Arbeit und Meditation. Hier gelangst du zu dem Artikel: „Das Innere Kind – was ist das?“. Und HIER kannst du mehr darüber erfahren, wie sich dein Inneres Kind bemerkbar macht.

Und eines Tages stellte ich fest, dass mein Verlangen nach einer Zigarette erloschen war. Ich brauchte die Nikotinbombe nicht mehr, die meine Ängste und den Schmerz in mir überdeckte. Ich hatte einen anderen, einen für mich gesünderen Weg gefunden, meine Ängste aufzulösen und meine wahren Bedürfnisse zu stillen.

Keine Selbstbeschwindelung mehr. Keine Selbstbetäubung mehr. Stattdessen genaues Hinsehen, Hinhören, Hinspüren und Wahrnehmen was in mir ist. Feststellen, was ich brauche und mich selbst damit versorgen.

Wenn auch du das wahre Bedürfnis hinter deiner Sucht ergründen und einen Weg aus der Sucht finden möchtest, melde dich gerne telefonisch unter 0 83 74 – 5 89 17 75 oder per E-Mail bei mir. Ich stehe dir als Heilpraktikerin auf deinem Heilungsweg gerne zur Seite und unterstütze dich, wo ich nur kann. Und falls dich allzugroße Ängste überkommen sollten, wenn du auf deine Zigarette verzichtest, findest du in meinem Blogartikel „Soforthilfemaßnahmen bei Angst, Panik & Co.“ hilfreiche Tipps.

Ich bin heute voll und ganz von meiner Sucht befreit und habe keinerlei Verlangen mehr nach einer Zigarette. Und wenn ich den Weg aus der (Zigaretten-)Sucht geschafft habe, kannst du das auch.

Beende deine Suche/Sucht und finde dich selbst.

Heilung beginnt, wenn die Liebe in dir erwacht.
Alles Liebe für dich.

Cora von der Heyden

Was hat dir geholfen, dich von deiner (Zigaretten-)Sucht zu befreien? Teile gerne deine Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren auf Instagram oder Facebook.

Ich freue mich auf dein Feedback in den Kommentaren und tausche mich gerne mit dir auf Instagram und/oder Facebook aus.

Foto: Pixabay


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