Emotionen Inneres Kind

#31 Wie sich dein Inneres Kind bemerkbar macht

Fühlst du dich in deinem Leben auch manchmal machtlos, hilflos und einer ausweglosen Situation gegenüber? Kennst das Gefühl von Ohnmacht? Das Empfinden, du kannst nichts daran ändern und musst es irgendwie aushalten und ertragen?

Überkommt dich auch ein ängstliches Gefühl, wenn du die nötigen Schritte einleitest, um eine Situation zu verändern? Ich schaffe es nicht. Es ist zuviel. Ich halte es nicht aus. Es ist mehr als ich (er-)tragen kann. Niemand ist da, der mir hilft. Was, wenn etwas passiert? Was, wenn es nicht klappt? Ich habe Angst. Angst zu sterben. Es fühlt sich an, als ob mein Leben gelebt wird und ich selbst nichts beeinflussen kann. Kennst du solche Gedanken und Empfindungen?

Panikattacken, frei schwebende Ängste und eine generalisierte Todesangst begleiteten mich viele Jahre meines Lebens. Doch ich habe für mich einen Weg gefunden, die Wurzel meiner Ängste zu erkennen und sie Stück für Stück aufzulösen. Und diese Erkenntnisse möchte ich gerne mit dir teilen.

Das Innere Kind

Was dein Inneres Kind ist, erfährst du in meinem Blogartikel „Das Innere Kind – was ist das?“.

Die Erfahrungen unserer Kindheit sind prägend. Sie beeinflussen unser Denken, Empfinden und Handeln unter Umständen ein Leben lang. Ich möchte dir anhand eines Beispiels aus meinem eigenen Leben deutlich machen, wie stark die Ängste aus der Kindheit verankert sind und bis ins Hier und Jetzt hinein wirken können. Dieses Beispiel ist stellvertretend für die vielen anderen Erfahrungen in meiner Kindheit. Denn meist ist es nicht das eine Ereignis, sondern es sind die vielen kleinen Tropfen, die den Stein höhlen.

Die Katze füttern

Ich war ca. vier Jahre alt, meine Geschwister waren in der Schule, mein Vater bei der Arbeit und meine Mutter machte einen Vormittagsschlaf. Wir hatten eine Katze, Minka. Und wie alle Katzen bettelte Minka immer wieder um einen Katzenfutter-Nachschlag. Ich fühlte mich mit meinen vier Jahren dafür alt und groß genug und wollte Minka etwas Katzenfutter in ihren Napf geben. Im Kühlschrank fand ich eine bereits geöffnete Katzenfutterdose und ein Löffel war auch schnell zur Hand.

Ich stülpte den Blechdeckel der Katzenfutterdose nach oben und nahm einen Löffel Futter heraus. Bei dieser Handbewegung schlitzte ich mir den Unterarm in Höhe der Pulsadern an dem nach oben stehenden Deckel auf. Das Blut lief und rannte voll Panik zu meiner Mutter ins Schlafzimmer. Mir war klar: Ich werde sterben.

Meine Mutter öffnete kurz die Augen und sagte: nimm dir ein Geschirrhandtuch und drücke es ganz fest darauf. Danach drehte sie sich um und schlief weiter.

Ich folgte ihrer Anweisung und ich habe diese Verletzung überlebt, sonst wäre ich ja heute offensichtlich nicht hier. Aber was seit dem in mir aktiviert ist, ist das kleine, zu Tode verängstigte Kind. Mein Inneres Kind, das Todesangst hat und sich völlig alleingelassen und überfordert mit der Situation fühlt.

Aus dieser Erfahrung habe ich für mich einen folgenschweren Glaubenssatz gebildet.

Wenn in meinem Leben etwas Schlimmes geschieht, etwas das für mich gefühlt zu schwer ist, um es alleine zu tragen, dann ist Niemand da, der mir hilft. Ich muss es alleine schaffen. Aber es ist zuviel. Ich kann es eigentlich gar nicht schaffen.

Diese innere Überzeugung, die sich tief in mir verankert hatte, war dem Empfinden des kleinen Mädchens das ich war, geschuldet. Das Empfinden einer Vierjährigen, die mit einer Situation völlig überfordert ist, Angst hat zu sterben und sich damit auf sich alleine gestellt fühlt.

Was war das Resultat?

Möglichst alles vermeiden, was irgendwie gefährlich werden könnte.

Ich habe angefangen, alles als potentiell gefährlich einzustufen, denn ich hatte die Überzeugung, ich müsse es alleine schaffen. Und da ich in mir noch immer das Empfinden einer völlig überforderten und unter Schock stehenden Vierjährigen hatte, ist es verständlich, dass ich sämtliche potentielle Gefahren mied.

Jedes mal wenn doch etwas potentiell Gefährliches in mein Leben trat, fühlte ich mich unterbewusst sofort in das emotionale Erleben meiner Kindheit zurückgebombt. Panik, Hilflosigkeit, Überforderung, Todesangst.

Es gibt dabei nur zwei Probleme

Zum Einen habe ich nie wirklich gemacht was ich wollte, weil ich Angst hatte, es könnte etwas Schlimmes passieren. Und das wollte ich lieber nicht riskieren. Aber du kennst ja bestimmt den Spruch: No Risk, No Fun. Dementsprechend gab es einfach auch nicht soviel Fun in meinem Leben. Lieber auf Nummer Sicher gehen. Vorsichtig sein. Immer auf der Hut.

Zum Anderen schenkt uns das Leben immer wieder die Erfahrungen, um uns mit unseren Themen in Kontakt zu bringen, die wir noch in Liebe auflösen dürfen. Wir können dem Problem nicht aus dem Weg gehen. Denn es kommt solange zu uns, bis wir es erkennen und transformieren.

Was geschah?

Ich wurde immer wieder in Situationen geworfen, in denen für mich gefühlt schreckliche und schlimme Dinge passierten. Ich konnte gefährliche Situationen nicht vermeiden, denn sie kamen zu mir in mein Leben. Ganz nach dem Motto: du willst Gefahr vermeiden? Gut, dann kommt die Gefahr eben zu dir.

Unter anderem erlebte ich das Gefühl von Gefahr und absoluter Überforderung und Hilflosigkeit bei meinem Autounfall 2014, bei dem ich mich mit 150 Km/h auf der Autobahn überschlug. Oder 2015 in der Nacht, als meine Schwester erweiterten Suizid beging. HIER kannst du mehr darüber erfahren.

Soviel also zum Thema: Ich vermeide einfach alles was gefährlich oder überfordernd für mich sein könnte…

Was hat das mit dem Inneren Kind zu tun?

Das Gefühl „ich schaffe es nicht, es ist mir zuviel und ich habe Angst zu sterben“, das ist mein Inneres Kind. Immer wenn ich diese Angst in mir spüre, spüre ich in Wahrheit mein Inneres Kind, das immer noch in der Situation von damals gefangen ist.

Aktuelles Beispiel:

Ich habe mich 2018 mit meiner Heilpraktikerpraxis selbständig gemacht. Das war für mich ein großer Schritt und hat mich viel Mut gekostet. Und wie das zu Beginn einer jeden Selbständigkeit nunmal so ist, gibt es die ersten Monate Durststrecken. Immer wieder komme ich hier mit meinen Ängsten in Kontakt: was wenn es nicht funktioniert? Was wenn ich nicht genügend Patienten in meiner Praxis habe, um davon leben zu können? Was wenn ich es nicht schaffe? Und immer wieder war meine alte Freundin da, meine Todesangst.

Immer wenn die Angst kommt, fange ich an zu meditieren und verbinde mich mit meinem Inneren Kind. Denn inzwischen weiß ich, dass dies alte Ängste sind, die ihre Wurzeln in der Kindheit haben.

Ich (über-)lebe

In der Meditation bin ich bereits schon hunderte Male wieder zurück in die „Katzenfutterdosen-Situation“ gereist. Und mit jedem Mal wird die Angst leichter und löst sich mehr und mehr auf. Ja, ich war damals vier Jahre alt und überfordert mit der Situation und dachte, ich müsse sterben.

Aber es gibt verschiedene Wege, um im Hier und Jetzt der Vergangenheit den Schrecken zu nehmen und das Innere Kind zu heilen.

In meinem nächsten Blogartikel teile ich mit dir meine drei Schritte, die ich zur Heilung meines Inneren Kindes angewandt habe.

HIER kannst du noch mehr über meine Arbeit mit dem Inneren Kind in meiner Heilpraxis erfahren.

Heilung beginnt, wenn die Liebe in dir erwacht.
Alles Liebe für dich.

Cora von der Heyden

Kennst du bereits die Ängste, Nöte, Sorgen und Bedürfnisse deines Inneren Kindes?

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Foto: Pixabay

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