Persönlichkeitswachstum Selbstliebe Spiritualität

#8 Entdecke den Guru in dir.

In mir? Wie meint sie das? Ich soll einen Guru in mir haben? Das soll doch wohl ein Witz sein. Schließlich bin ich gerade mal so in der Lage, mein eigenes Leben einigermaßen auf die Reihe zu bekommen. Und da soll ich tatsächtlich einen Guru in mir haben? Das würde ja auch bedeuten, dass jeder andere einen Guru in sich hätte. Also auch die Verkäuferin in der Bäckerei und der Obdachlose unter der Brücke. Netter Versuch. Danke. Aber das kann glauben wer will. Ich überlasse das Antworten finden und die Weisheit „wie die Welt und überhaupt alles funktioniert“ lieber den wirklichen, den echten Gurus. Die verstehen etwas davon.

Buddhistische Populisten

So lautete der Titel eines Artikels, den ich neulich im Internet gelesen habe. Dieser Artikel hat mich schockiert und nachdenklich werden lassen. Link zum Artikel.

Ich habe noch viele weitere Artikel dazu im Internet gefunden. HIER und HIER kannst du bei Interesse mehr dazu lesen.

Der Buddhismus ist eine religiöse Philosophie. Laut Buddha haben Erfahrungen und Geschehnisse ihre Ursachen nicht nur in diesem Leben, sondern auch in früheren Existenzen. Entsprechend wirken Gedanken, Rede und Handlung auch in die Zukunft – das sogenannte Karma-Prinzip. Laut Buddhismus ist in jedem Menschen die Fähigkeit zur Erleuchtung bereits vorhanden. Der Weg dorthin führt über Selbstständigkeit und Eigenverantwortung des Menschen. Im Buddhismus gibt es daher wenig Vorschriften von außen. Buddhas Belehrungen sollen bewusst hinterfragt und durch die eigenen Erfahrungen überprüft werden. Ethisches Verhalten und Mitgefühl sind Grundpfeiler der buddhistischen Lehre. Anderen zu helfen bringt gutes Karma.

Wie kann es aber sein, dass ein buddhistischer Lama (Lehrer) Aussagen wie „Andere hatten Hitler und Stalin, wir haben den Islam. Das ist alles dasselbe.“ äußert, oder „Wenn es etwas mit Islam ist, bin ich raus. Ich mag die grundsätzlich nicht.“.

Und viele seine Anhänger klatschen sogar. „Was der Lama sagt, übernehme ich eins zu eins“, habe eine ältere Frau gesagt. Oder „Es ist so ziemlich das Schlimmste, sich gegen den Lama zu stellen“, sagte laut Augsburger Allgemeine etwa ein überzeugter Buddhist aus Immenstadt.

Wie passt das zusammen? Dazu sollten wir zunächst klären, was es im eigentlichen Sinne bedeutet, ein Lama, ein Guru oder ein Lehrer zu sein.

Was ist ein Guru?

Guru oder Lama ist ein Titel für einen Lehrer, der für den Schüler unentbehrlich ist für die Suche nach Wissen und den Weg zur Erlösung. Guru bezeichnet den „Verleiher“ des Wissens. In hinduistischen Schriften wird der Guru als „Vertreiber der geistigen Dunkelheit“ interpretiert.

Lama hat die entsprechende Bedeutung. Ein spiritueller Lehrer, ein Führer.

Ein Guru hilft also seinen Schülern, die geistige Dunkelheit zu vertreiben, Wissen anzuhäufen und den Weg der Erlösung zu gehen.

Diese Art von Lehrer gab und gibt es viele auf der Welt in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen. Menschen, die besonders viel Zeit und Energie darauf verwendet haben, in tiefere Ebenen des spirituellen Wissens und Seins vorzudringen und dieses Wissen mit der Welt zu teilen. Früher hießen sie Buddha, Jesus, Mohammed, und derer noch viele weitere. In der heutigen Zeit tragen sie Namen wie Dalai Lama, Eckhart Tolle, Louise L. Hay und Mutter Theresa, um nur einige zu nennen.

Es sind Menschen, die für sich einen Weg gefunden haben, ihre geistige Dunkelheit zu vertreiben und Wissen in Weisheit zu transformieren. Dieses Wissen stellen sie der Welt zur Verfügung und lassen ihrer Erkenntnis die entsprechenden Taten folgen.

Was alle oben genannten verbindet ist die Tatsache, dass sie alle den selben Weg der Erlösung gegangen sind. Sie alle verbindet diese eine Weisheit, die Antwort auf alles: DIE LIEBE.

Die Liebe ist die Antwort auf alles

Jesu Lehre beruht auf Glauben, Buddhas Lehre beruht auf Handeln. Beide Lehren sind die Verwirklichung von Liebe, Wissen, Wahrheit, Verständnis und Weisheit.

David R. Hawkins

Im Endeffekt ist es ganz einfach: Wir alle sehnen uns nach Liebe. Wir alle brauchen Liebe. Wir alle wären ohne Liebe nicht am Leben und könnten ohne Liebe nicht leben. Die Liebe ist das Einzige das sich vermehrt, wenn wir es teilen. Wir können sie jedoch nur teilen, wenn wir sie in uns selbst tragen.

Wir alle sind auf der Suche nach Liebe. Der Liebe zu uns selbst und der Liebe, die im Außen zu fehlen scheint.

Die meisten von uns sind jedoch der Überzeugung, dass wir die Antwort, also die Liebe, unmöglich in uns selbst finden können. Dies läuft nicht bewusst ab. Wir sehnen uns nach Liebe und folgen denen, die die Liebe, die Antwort auf alles und die Erlösung bereits gefunden zu haben scheinen. Wir trauen uns nicht es für möglich zu halten, dass wir selbst über die Wahrheit und die Weisheit der Liebe verfügen.

Die Lösung, wie wir diese Liebe empfangen können, liegt jedoch in uns selbst. Denn wir alle kommen aus ein und der selben Quelle der Liebe.

Dein Guru heißt Liebe und er wohnt in dir

Mach dich auf den Weg zu deinem eigenen Guru. Es ist unendlich wichtig und wertvoll, dass soviele Menschen ihr Wissen mit der Welt teilen, die die Liebe zu sich selbst und „allem-was-ist“ entdeckt haben. Das sind die Menschen, die wir Gurus nennen. Sie machen uns Angebote, bieten Möglichkeiten und Lösungsvorschläge, geben Hinweise, gehen mit gutem Beispiel voran. Sie leben uns ein Leben vor, das sie aus der Liebe heraus erschaffen. Sie unterbreiten Ideen und Inspirationen und demonstrieren uns, zu was die wahre Liebe imstande ist. Sie stellen uns die Erkenntnisse ihrer eigenen Erfahrungen zur Verfügung. Sie sind für viele von uns Wegbereiter und ein wertvoller Kompass. Diese Gurus gibt es überall auf der Welt. Du findest sie in jeder Religion, in jeder Rasse und in jeder Gesellschaftsschicht. Es sind Menschen, die ihre Wahrheit der Liebe mit uns teilen. Für diese leuchtenden Wegbereiter und Beispiele der Liebe können wir nur dankbar sein.

Doch jeder von uns trägt seine eigene Wahrheit in sich. Jeder von uns verfügt über die alles erlösende Liebe. Die meisten von uns hören nur nicht mehr auf die Stimme der Liebe, die sich in Form von Intuition, Gewissen, Mitgefühl und Dankbarkeit Gehör verschaffen möchte. Wir können uns nicht vorstellen, dass dieser Liebes-Guru tatsächtlich auch in uns selbst wohnt.

Um in den Genuss der Erlösung zu kommen ist es erforderlich, die Liebe in uns selbst wieder zu entdecken und wachsen zu lassen. Hierfür können Gurus, die bereits ihren Weg für sich gefunden haben, eine Hilfestellung sein. Aber es ist ebenso wichtig, die Lehren und das Wissen der Lehrer zu hinterfragen und nicht blind zu vertrauen.

Es ist durachaus sinnvoll immer wieder zu überprüfen, ob ihr Weg denn auch tatsächtlich mein Weg ist. Ob ihre Erkenntnisse sich mit meinen Erkenntnissen decken. Denn wir alle haben sie noch, die Verbindung zum Wissen, zur Weisheit und zur Liebe. Ganz tief in uns sind wir nach wie vor mit der Quelle verbunden. Und wenn wir still werden und in uns hineinhorchen, nehmen wir sie auch wieder wahr. Es gibt viele verschiedene Wege dorthin. Keiner ist besser oder schlechter als der andere. Es sind lediglich unterschiedliche Wege die zum gleichen Ziel führen – das Ziel der Liebe.

Diese Liebe kann dir in einem offiziellen Guru begegnen, sie kann dir aber ebenso in der Schönheit einer Blume entgegenlächeln. Die Liebe kann dir in Form eines Dankes entgegengebracht werden, den dir ein Obdachloser für deine Spende gibt. Du kannst sie in den Augen einer Mutter sehen, die ihr Kind voller Mitgefühl und Liebe im Arm hält. Oder du siehst sie in Form eines Lächelns, wenn du dich selbst im Spiegel betrachtest und darin das Wunder des Lebens und somit das Wunder der Liebe entdeckst.

Was einen Guru zu einem Guru macht ist die Tatsache, dass er die Liebe in sich entdeckt hat und sie mit der Welt teilt. Es ist das Wissen um die Liebe selbst. Das Wissen um die Kraft der bedingungslosen, freigiebigen und alles umfassenden Liebe. Jeder Guru, hat seinen eigenen Guru. Den Guru namens Liebe.

Und wenn ich höre, wie der Lama des Diamantweg-Buddhismus Aussagen macht wie: „Die Leute hätten einfach nur den Koran lesen müssen…, dann hätten wir vielleicht nicht so viele über die Grenze oder aus dem Wasser geholt.“, dann kann ich darin beim besten Willen nicht die Sprache des Gurus der Liebe erkennen. Dann wächst in mir der Wunsch, ihn mit den Lehren Buddhas, Jesu und den vieler anderer Gurus der Liebe vertraut zu machen.

Und dennoch danke ich ihm von ganzem Herzen. Denn ein Guru und ein Lehrer ist dieser Lama für mich dennoch gewesen. Ein Guru, der für den Schüler unentbehrlich auf seiner eigenen Suche nach Wissen und Erlösung ist. Denn so bin ich meinem eigenen Guru der Liebe wieder einen Schritt näher gekommen. Ich habe meine eigenen Werte mit der Wahrheit der Liebe in mir abgleichen können. Meine eigenen Überzeugungen dem Prüfstand der alles umfassenden Liebe unterzogen und sie mir noch stärker ins Bewusstsein gerufen. Nur so kann ich Gedanken in mir korrigieren, die nicht der Liebe entspringen und aus der Quelle der Liebe heraus meine Gedanken und mein Leben neu erschaffen.

Werde selbst zum Guru und finde ihn in „allem-was-ist“

Don’t follow the Guru. You are the Guru.

Songtext von Ganga Giri

Wenn die Liebe wieder in uns Einzug hält, wir unser Leben, unsere Gedanken, unsere Worte und all unser Handeln aus der Liebe heraus erschaffen, dann werden wir ein Vorbild für andere sein. Dann werden auch wir zum Lama, zum Guru, zu einem Lehrer der Liebe. Dann werden wir die Liebe in allen anderen Lebewesen und „allem-was-ist“ entdecken. Wir werden den Guru der Liebe in allem das uns begegnet finden. Wir werden zu einem Leuchtfeuer der Liebe für uns selbst und unsere Nächsten.

Heilung beginnt, wenn die Liebe in dir erwacht.
Alles Liebe für dich.

Cora von der Heyden

Welche Erfahrungen hast du bereits mit Gurus, Lamas oder anderen Lehrern gemacht? Wo ist dir der Guru der Liebe schon überall begegnet? Hast du den Guru der Liebe bereits in dir entdecken können?

Ich freue mich auf dein Feedback in den Kommentaren und tausche mich gerne mit dir auf Instagram und/oder Facebook aus.

Foto: Pixabay

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