Naturheilkunde Spiritualität

#50 Mabon – Herbst-Tag- und Nacht-Gleiche

Als Gegenstück zum Frühlingsanfang feiern wir im Jahreskreis im Herbst am 21./22. September Mabon. Tag und Nacht sind zum zweiten Mal im Jahr gleich lang. Im Frühjahr siegt das Licht und die Tage werden länger. Im Herbst gewinnt die Dunkelheit die Oberhand und die Nächte werden länger. Mabon ist der große Sonnenuntergang des Jahres. Eine magische Zeit in der wir ganz besonders offen sind für unsere Gefühle, unser Unterbewusstsein und die Anderswelt.

Im Frühjahr nehmen wir diese Schwellenzeit meist gerne an und freuen uns, den Winter zu beenden und den Sommer zu begrüßen. Im Herbst sieht dies meist anders aus. Den Sommer und die helle, heitere und leichte Jahreszeit zu verabschieden und der dunklen Jahreszeit mit dem ersten Schritt entgegen zu marschieren kostet uns häufig Überwindung.

Mabon ist zwar in erster Linie ein Erntedankfest, bei dem wir uns für all die Fülle und den Reichtum von Mutter Erde bedanken, gleichzeitig schwingt aber bereits eine gewisse Wehmut mit, ein Gefühl von Abschied und Schwere. Es beginnt die Zeit des Rückzugs und der Innenschau.

Die Geschichte der Demeter

Bei den Griechen gab es einen Mythos, der mit dem Erntedankfest und dem Mabon-Jahreskreisfest verbunden war. Es ist die Geschichte von Demeter und ihrer Tochter Persephone, die auch Kore genannt wurde. Der Gott der Unterwelt Hades/Pluto hatte Persephone geraubt, worauf Demeter sie überall verzweifelt gesucht hat. Als sie sie nicht finden konnte, war sie so erzürnt und voll Trauer, daß sie auf der Erde nichts mehr wachsen ließ, denn Demeter war in der Mythologie für die Fruchtbarkeit der Erde, für das Getreide, die Saat und die Jahreszeiten zuständig.

Daraufhin mußte Hades Persephone wieder freigeben. Er hatte ihr allerdings heimlich in der Unterwelt Granatapfelkerne zu essen gegeben und aus diesem Grunde mußte sie jedes Jahr für ein Drittel des Jahres wieder in die Unterwelt zurückkehren.

Diese Zeit begann im Herbst, ging über den Winter und im Frühjahr durfte Persephone wieder hinauf zu ihrer Mutter.

Und Demeter verfiel jeden Herbst wieder in ihre Trauer um ihre geraubte und verlorene Tochter, ließ alles verblühen und verdorren. Erst im Frühjahr, wenn ihre Tochter wiederkam, war sie wieder glücklich und konnte die Welt mit ihrer Freude überziehen, mit Blumen, Düften und einer guten Saat.

Wie kann ich Mabon für mich nutzen?

Es geht darum, dass wir unseren Blick hin und wieder auch auf die Schattenthemen unseres Lebens richten. Die dunklen Seiten in uns beleuchten und auch diesen Raum geben. Es geht darum, in Balance zu kommen. Licht und Dunkelheit, Tag und Nacht, Frühling und Herbst, Leben und Tod. Das alles sind Prinzipien des Jahres- und Lebenskreises. Wir alle befinden uns jeden Tag im Rhythmus mit diesen universellen Energien und es ist sinnvoll, seine Aufmerksamkeit beiden Seiten zu widmen.

Im Herbst zu Mabon stehen wir an der Schwelle in Richtung Winter. Diese Jahreszeit hat ihre ganz eigene, besondere Energie und das ist auch gut so. Im Frühjahr/Sommer sind wir voller Tatendrang, gehen mit unserer Energie nach außen und leben das männliche Yang-Prinzip.

Im Herbst bereiten wir uns auf die weiblichen Yin-Qualitäten vor. Spüren, wahrnehmen, sich hingeben, loslassen, akzeptieren und sich mit der Quelle in uns verbinden. In den Schoß der universellen Inspiration und Einheit zurückkehren und in der Dunkelheit, im Verborgenen in uns selbst Antworten finden.

Es ist eine Zeit um Resumee zu ziehen, dankbar auf die Fülle des bisherigen Jahres zurückzublicken und voller Vertrauen und Liebe die kommende, vor uns liegende Zeit zu begrüßen.

Folgende Fragen kannst du dir zu Mabon stellen:

  • Wofür bin ich dankbar?
  • Womit hat mich das Leben und Mutter Natur dieses Jahr beschenkt?
  • Welche Samen habe ich gelegt und sind diese aufgegangen?
  • Auf welchen Vorrat an Dankbarkeit, Stärke und Freude kann ich in mir blicken und wie könnte ich diesen noch vermehren?

Betrachte einmal sämtliche Bereiche in deinem Leben und ziehe Bilanz. Partnerschaft, Beruf, Spiritualität. In welchem Bereich konntest du dieses Jahr wachsen?

Und alle Bereiche, in denen du dir mehr Wachstum und Entwicklung wünschst, kannst du dir nun in den kommenden Monaten im sicheren und geborgenen Schoße deines inneren Bewusstseins anschauen und so Licht in die Dunkelheit bringen.

Mabon ist ein Erntedankfest, ein Freudenfeuer für den Reichtum und die Fülle. Und gleichzeitig auch ein Abschied und ein Loslassen an der Schwelle zur Anderswelt. Doch die dunkle Jahreszeit ist nichts weiter, als die andere Seite der lichtvollen Jahreszeit. Und im Schutze dieser Dunkelheit können wir das Geschenk empfangen, neue Samen für das kommende Jahr in uns heranreifen zu lassen.

Ich wünsche dir viel Spaß und Freude dabei. Es gibt nichts zu befürchten und nichts zu verlieren. Es gibt lediglich neue Möglichkeiten und Chancen. Denn in der Dunkelheit und der Stille erstrahlt meist das schönste und hellste Licht.

Ganz ♡ Einfach ♡ Sein
Heilung beginnt, wenn die Liebe in dir erwacht.
Alles Liebe für dich.

Cora von der Heyden

Feierst du auch Jahreskreisfeste, Mabon oder Erntedank? Was sind deine Erfahrungen damit? Schreibe mir gerne zu dem Thema in die Kommentare oder tausche dich mit mir auf Instagram und/oder Facebook aus. Ich freue mich mit dir in Kontakt zu sein.

Foto: Mathias Wild

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